Verfasst am 09. Nov 2011 05:58
Die Aktionäre der AARGO-HOLZ AG waren erfreut, an der Generalversammlung wiederholt schwarze Zahlen präsentiert zu bekommen. Mit rund 36‘000 fm Rundholz wurde zudem die grösste Holzmenge seit der Gründung vermarktet.
Mit dem Rücktritt von Beat [Bild nicht gefunden]Edelmann, Bad Zurzach aus dem Verwaltungsrat, hat das letzte Gründungsmitglied dieses Gremiums sein Amt in neue Hände gegeben.
Zeitungsbericht “Die Botschaft” – GV AARGO
Eine stattliche Anzahl Waldbesitzervertreter und Forstbetriebsleiter aus der nordöstlichen Ecke des Kantons Aargau, hatte sich zur diesjährigen Generalversammlung der AARGO-HOLZ AG in Kirchdorf eingefunden. Verwaltungsratspräsident Felix Landolt, Bad Zurzach eröffnete die Versammlung und übergab das Wort seinem Ratskollegen Dieter Probst, Baden, um die Jahreszahlen vorzustellen und zu kommentieren. Der Bruttogewinn konnte im Vergleich zum Vorjahr um 9% gesteigert werden, der Unternehmensgewinn sogar um 20%. “Die Bilanz sieht solide aus.“ stellte der Treuhänder befriedigt fest und fügte an, dass das Eigenkapital langsam aber stetig wachse.
Im Anschluss an den obligatorischen Teil, wagte Geschäftsführer Felix Binder, Tegerfelden einen Ausblick in die kommende Holzschlagperiode. Der Absatz im Nadelholz dürfte weiterhin gut sein, was man von den Preisen leider nicht erwarten dürfe. Der starke Franken mache sich auch im Rundholzmarkt bemerkbar. Bei der Buche müsse man vor allem beim Stammholz kämpfen, im Industrie- und Brennholzbereich werde mit konstanten Zahlen gerechnet. Die Geschäftsleitung, der neben dem vorgenannten auch die beiden Forstbetriebsleiter Felix Stauber, Siglistorf und neu Sebastian Meier, Laufenburg angehören, rechnet trotzdem mit einem erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2011-12. „Wenn es auf dem Holzmarkt schwieriger wird, nimmt das Interesse der Förster an den Dienstleistungen der Holzvermarktungsgesellschaften, gemäss unseren Erfahrungen, eher zu.“ stellte der Geschäftsführer schmunzelnd fest.
Mit einer Laudatio verabschiedete Felix Landolt den ausscheidenden Dr. Beat Edelmann und dankte ihm für sein Engagement und für die juristische Begleitung, die vor allem in der Gründungsphase in Anspruch genommen werden durfte. Der Scheidende bedankte sich seinerseits bei allen Anwesenden für ihr Vertrauen. Er habe es den Überredungskünsten des Tegerfelder Försters Felix Binder zu verdanken, in den vergangenen sieben Jahren Einblick in ein spannendes Unternehmen erhalten zu haben. Er gestand, längere Zeit bei der Anwendung von Begriffen wie Bodenstück, Zelluloseholz und atro-Tonne, nur „Bahnhof“ verstanden zu haben und dass er sich erst nach und nach den Wortschatz der Förster aneignen konnte.
Felix Landolt informierte in der Folge über eine Mutation in der Geschäftsleitung. Peter Muntwyler, Spreitenbach wurde durch Sebastian Meier, Laufenburg ersetzt.
Als eingeladenem Referenten wurde Alain Morier, Leiter Abteilung Wald des Kantons Aargau, das Wort übergeben. Er erntete zustimmendes Kopfnicken als er sich für die revierübergreifende Holzvermarktung stark machte und die Initiative der Anwesenden lobte. Er präsentierte Vorratszahlen der Baumarten, die im Aargauer Wald stehen. Dabei schwangen die Holzarten Fichte und Buche weit oben aus. Morier meinte, dass vor allem in der Verwendung der Buche zwingend eine höhere Wertschöpfung erreicht werden müsste und stellte dabei hoffungsvolle Innovationen vor. Unter anderem waren da mehrstöckige Holzbauten, bei denen dieses einheimische Laubholz auch als Konstruktionsholz eingesetzt wurde, zu sehen. Mit dem Aufruf weiterhin am Ball zu bleiben und für neue Innovationen offen zu sein, schloss er sein Referat und die Versammlung.